Rund um Payment
06.10.2026
Lesezeit 6 min.

Payment-Provider-Vergleich Welche Lösung passt zum Verkaufsalltag?

Wenn aus guter Beratung ein Kauf wird oder die nächste Online-Bestellung eingeht, hat sich der Einsatz gelohnt. Jetzt sollte auch das Bezahlen rundlaufen. Dieser Payment-Provider-Vergleich hilft Händlerinnen und Händlern, den passenden Zahlungsdienstleister für ihr Geschäft zu finden: an der Ladenkasse, im Online-Shop, unterwegs oder am Automaten. Entscheidend sind passende Zahlungsarten, nachvollziehbare Kosten, eine sichere Anbindung und verlässliche Betreuung.

Das Wichtigste auf einem Blick

  • Der Verkaufsort gibt die Richtung vor: Eine feste Ladenkasse stellt andere Anforderungen als ein Marktstand oder ein Online-Shop.

  • Kartenzahlungen haben Gewicht: 2025 machten sie laut EHI 65,1 Prozent des stationären Einzelhandelsumsatzes in Deutschland aus.

  • Auch Arbeitsaufwand kostet: Die Bundesbank berücksichtigt auch die Personalzeit bei der Ermittlung von Zahlungskosten.

  • Pflichtfunktionen vor Extras: Was der Betrieb täglich wirklich braucht, sollte bereits die Vorauswahl bestimmen.

Was leistet ein Payment Service Provider?

Ein Payment Service Provider (PSP) ermöglicht die Abwicklung verschiedener Zahlungsmethoden im bargeldlosen Zahlungsverkehr und kann zudem Aufgaben wie Risikomanagement übernehmen. Die IHK Schleswig-Holstein nennt den geringeren Integrations- und Abwicklungsaufwand als wesentliche Vorteile der Zusammenarbeit.

Wichtig: Eine Payment-Lösung kann mehrere Zahlungsarten bündeln. Fünf Bezahloptionen erfordern also keineswegs fünf Dienstleister. Die Wahl zwischen verschiedenen Payment Service Providern bestimmt mit, welche Zahlungsmöglichkeiten sich integrieren lassen und welche Gebühren anfallen. Welche Verträge notwendig sind, hängt vom Leistungsumfang ab.

Ladenkasse, Online-Shops oder unterwegs: Wo muss Payment funktionieren?

An der Ladenkasse zählt die Verbindung zum Kassensystem, auf dem Wochenmarkt die Beweglichkeit. Auch die IHK Pfalz macht die Nutzungsumgebung zum zentralen Kriterium bei der Terminalwahl.

Aus solchen Verkaufssituationen lässt sich ein erstes Anforderungsprofil ableiten:

Einsatzort
Beispiel aus dem Alltag
Dafür braucht es
Einsatzort

Ladengeschäft

Beispiel aus dem Alltag

Das Team überträgt jeden Zahlbetrag von Hand aufs Terminal.

Dafür braucht es

Eine kompatible Kassenanbindung, die den Zahlbetrag automatisch an das Terminal übermittelt.

Einsatzort

Gastronomie

Beispiel aus dem Alltag

Gäste möchten am Tisch bezahlen und Trinkgeld geben.

Dafür braucht es

Mobile Geräte, ausreichende Funkabdeckung und eine Trinkgeldfunktion.

Einsatzort

Marktstand, Pop-up, Kundenbesuch

Beispiel aus dem Alltag

Kassiert wird an wechselnden Orten, auch ohne eigenes WLAN.

Dafür braucht es

Ein Mobilfunkterminal oder eine Smartphone-Lösung mit geeigneter Datenverbindung.

Einsatzort

Automat und Selbstbedienung

Beispiel aus dem Alltag

Beim Bezahlvorgang ist niemand zur Unterstützung vor Ort.

Dafür braucht es

Self-Service-Terminals mit verständlicher Bedienung und geeigneter Ausstattung für Innen- oder Außeneinsätze.

Einsatzort

Online-Shop und Fernverkauf

Beispiel aus dem Alltag

Bestellungen gehen über den Webshop oder telefonisch ein.

Dafür braucht es

Shop-Plugin oder API; Zahlungslinks für Verkäufe ohne eigenen Checkout.

Einsatzort

Laden und Online-Handel

Beispiel aus dem Alltag

Ein Artikel fehlt im Regal und soll nach Hause geliefert werden.

Dafür braucht es

Verknüpfte Bestell- und Zahlungsprozesse über die beteiligten Kanäle.

Der Vorteil dieser Bestandsaufnahme: Die Anbietersuche beginnt mit einer konkreten Aufgabe statt mit einer langen Funktionsliste.

Welche Payment-Anbieter kommen in die engere Auswahl?

Die folgende Übersicht zeigt ausgewählte Leistungen der Anbieter, keine Rangliste. Die Einsatzfelder sind beispielhaft und schließen weitere Angebote nicht aus.

Anbieter
Einsatzfelder
Leistungsschwerpunkte
Anbieter

PAYONE

Einsatzfelder

POS, E-Commerce und Omnichannel

Leistungsschwerpunkte

Terminalpakete mit Akzeptanzvertrag, Beratung zur Integration und kanalübergreifende Bestellverwaltung.

Anbieter

SumUp

Einsatzfelder

Ladenkasse und mobiler Verkauf

Leistungsschwerpunkte

Kartenleser mit und ohne Smartphone-Kopplung sowie Tap to Pay direkt auf dem Smartphone.

Anbieter

Mollie

Einsatzfelder

Online-Shops und POS

Leistungsschwerpunkte

Shop-Anbindungen, Terminals und gemeinsame Verwaltung der Transaktionen im Dashboard.

Anbieter

Stripe

Einsatzfelder

Online- und Vor-Ort-Zahlungen

Leistungsschwerpunkte

Fertige POS-Anbindungen sowie Schnittstellen und Entwicklerwerkzeuge für eigene Anwendungen.

Anbieter

Adyen

Einsatzfelder

POS, E-Commerce und Omnichannel

Leistungsschwerpunkte

Kanalübergreifende Zahlungsdaten und Verbindung von Zahlungskarten mit Kundenbindungsprogrammen.

Für die Vorauswahl zählt zunächst, welches Profil den eigenen Bedarf trifft. Anschließend folgt der Abgleich mit dem vorhandenen Zahlungssystem: Passen Geräte, Schnittstellen und Arbeitsabläufe zusammen?

Schon einen Anbieter im Blick? Die Ratgeber zur Mollie-Alternative und zur Adyen-Alternative gehen bei der Auswahl ins Detail.

Welche Zahlungsarten gehören dazu?

Der Zahlungsmix sollte sich an der Kundschaft orientieren. Die IHK Düsseldorf empfiehlt für den Online-Handel, Zielmarkt, genutzte Geräte und Geschäftsmodell gemeinsam zu betrachten.

girocard, Apple Pay und Google Pay am POS

Die girocard (früher EC-Karte) erreichte 2025 laut EHI 40,5 Prozent des stationären Einzelhandelsumsatzes. Zugleich wächst Mobile Payment: 2025 erfolgten 19,3 Prozent der unbaren Zahlungen per Smartphone oder Smartwatch – 2024 waren es noch 12,8 Prozent.

Für die Auswahl heißt das: girocard- und Kreditkartenzahlung sowie die Wallet-Unterstützung für das vorgesehene Terminal prüfen, statt sich auf ein allgemeines „Kartenzahlung möglich“ zu verlassen. Welche Zahlungsarten verfügbar sind, hängt auch vom Akzeptanzvertrag ab.

Online-Zahlungsanbieter: Was brauchen Online-Händler im E-Commerce?

Im deutschen E-Commerce entfielen 2025 laut EHI 28,7 Prozent des Umsatzes auf PayPal, 26,1 Prozent auf Kauf auf Rechnung, 14,4 Prozent auf Lastschrift und 13,7 Prozent auf Kredit- beziehungsweise internationale Debitkarten.

PayPal war damit die umsatzstärkste Zahlungsart im deutschen E-Commerce. In einer ibi-Erhebung von 2026 nannten zudem 49 Prozent der Befragten PayPal als bevorzugtes Online-Zahlungsverfahren. Für das hohe Kundenvertrauen und die einfache Integration wird PayPal im E-Commerce geschätzt.

Für den eigenen Shop lohnt sich der Blick auf vier Punkte:

  • Zahlungsmix gezielt ergänzen: Weitere Online-Bezahldienste wie Amazon Pay sollten Online-Shop-Betreiber nach Zielgruppe und Shop-Integration auswählen. Mit 0,6 Prozent des deutschen E-Commerce-Umsatzes spielte Amazon Pay im Jahr 2025 laut EHI eine deutlich kleinere Rolle als PayPal.

  • Integration prüfen: Für Online-Zahlungen mit PayPal gibt es vorgefertigte Plugins. Wie aufwendig die Anbindung ausfällt, hängt jedoch vom Shopsystem und den gewünschten Funktionen ab. Welche Vorteile die PayPal-Akzeptanz mit PAYONE bietet, erklärt unser Ratgeber.

  • Checkout-Prozess testen: Können Kundinnen und Kunden den Zahlungsprozess beim Online-Shopping auch auf dem Smartphone ohne unnötige Zwischenschritte abschließen? Nach dem Start helfen Daten zu Warenkorbabbrüchen und Conversion-Rate den Online-Händlern, möglichen Verbesserungsbedarf zu erkennen.

  • Wiederkehrende Zahlungen mitdenken: Die SEPA-Lastschrift eignet sich für regelmäßige Einzüge, etwa bei Abonnements oder Mitgliedsbeiträgen. Voraussetzung ist ein entsprechendes Mandat für wiederkehrende Abbuchungen vom Bankkonto.

Im Geschäft sollte die Payment-Lösung zu den Abläufen vor Ort passen.

Welche Kosten müssen im Payment-Provider-Vergleich berücksichtigt werden?

Ein günstiger Startpreis sagt noch wenig darüber aus, was Händler Monat für Monat insgesamt bezahlen müssen. Die Bundesbank berücksichtigt in ihrer Kostenstudie von 2025 neben Gebühren und Geräten beispielsweise auch den Zeitaufwand an der Kasse und in der Verwaltung.

Drei Fragen machen die Kalkulation greifbar:

Perspektive
In die Rechnung gehören, je nach Angebot
Perspektive

Was muss eingerichtet werden?

In die Rechnung gehören, je nach Angebot

Geräte, Installation sowie Anbindung an Kasse und Shop.

Perspektive

Was kostet die Nutzung?

In die Rechnung gehören, je nach Angebot

Grundgebühren, Terminalmiete, fixe und/oder prozentuale Transaktionsgebühren und Zusatzleistungen

Perspektive

Welche Arbeit bleibt intern?

In die Rechnung gehören, je nach Angebot

Zahlungsabgleich, Erstattungen und laufende Betreuung der Integration.

Damit Angebote von Zahlungsanbietern vergleichbar werden, sollten Unternehmen in allen Kalkulationen dasselbe Zahlungsvolumen, denselben Zahlungsmix und dieselbe Transaktionszahl zugrunde legen. Die IHK Pfalz empfiehlt, Angebote auf Basis der eigenen Kartenzahlungsumsätze und Transaktionszahlen einzuholen.

Rechenbeispiel: Zehn Cent pro Transaktion entsprechen bei einem Fünf-Euro-Bon 2,0 Prozent des Einkaufswerts, bei 100 Euro nur 0,1 Prozent. Das ist eine Modellrechnung ohne weitere Gebühren, kein Anbietertarif.

Für die eigene Kalkulation helfen zwei weiterführende Ratgeber: Der Beitrag zu den Kartenterminal-Kosten schlüsselt auf, was für Hardware, laufenden Betrieb und einzelne Zahlungen anfällt. Der Zahlungsanbieter-Vergleich vertieft unter anderem, wie Auszahlungsfristen und mögliche Einbehalte die Liquidität eines Online-Shops beeinflussen.

Woran zeigt sich, ob die Zusammenarbeit im Alltag funktioniert?

Technik und Tarif stehen. Jetzt geht es darum, wie gut das Team damit arbeiten kann.

  • Buchhaltung: Die IHK Düsseldorf nennt geeignete Datensätze für Zahlungen, Rückbuchungen und Gebühren als mögliche Unterstützung. Ein Musterexport hilft zu prüfen, ob die Daten zur eigenen Software passen.

  • Auszahlungen: Verkaufserlös ist nicht automatisch sofort verfügbares Geld. Auszahlungsrhythmus und mögliche Sicherheitseinbehalte können die Liquidität beeinflussen.

  • Service: Die IHK Pfalz zählt etwa eine Techniker-Hotline zu den Serviceleistungen. Für ein Restaurant mit Abendgeschäft lohnt sich natürlich ein genauer Blick auf die Erreichbarkeit: Wer hilft während der späten Öffnungszeiten, und wie kommt im Defektfall ein Ersatzgerät ins Haus?

Schnelle und verlässliche Auszahlungen sind wichtig, damit Unternehmen im Tagesgeschäft liquide bleiben.

Zahlungssicherheit: Welche Nachweise zählen?

Auch bei ausgelagerter Zahlungsabwicklung bleiben Händler für bestimmte Aufgaben verantwortlich.

Drei Punkte gehören in den Sicherheitscheck:

  • PCI DSS: Zuständigkeiten klären und den Konformitätsstatus des Dienstleisters für die genutzten Leistungen mindestens jährlich prüfen. Darauf weist das PCI Security Standards Council ausdrücklich hin.

  • PSD2: Die Anforderungen an die starke Kundenauthentifizierung bei den davon erfassten elektronischen Zahlungen berücksichtigen.

  • Zahlungsausfälle: Bei Kauf auf Rechnung und Buy Now, Pay Later prüfen, welche Risiken die vereinbarte Absicherung tatsächlich abdeckt. So übernimmt beispielsweise Klarna bei entsprechend abgesicherten Zahlungen das Ausfallrisiko. Shops müssen dennoch ihre Vertragspflichten erfüllen und etwa geforderte Liefernachweise vorlegen.

Checkliste: Wie wird aus dem Vergleich eine Entscheidung?

Ob Start-up oder etabliertes Unternehmen: Bei der Anbieterwahl sollten alle mitreden, die später Zahlungen annehmen, verbuchen oder die Technik betreuen. Die folgende Checkliste hilft, gemeinsam die wichtigsten Anforderungen zu prüfen:

  • Die unverzichtbaren Funktionen stehen fest; Extras sind davon getrennt.

  • Geräte und Anbindungen wurden mit den tatsächlich eingesetzten Systemen geprüft.

  • Das Angebot wurde mit eigenen Umsätzen, Zahlbeträgen und Verkaufstagen durchgerechnet.

  • Ein typischer Zahlungsvorgang sowie Storno, Erstattung und Abrechnung wurden im Test vollständig durchgespielt.

  • Erweiterungen, Kündigung und Datenexport sind geklärt.

Wie sorgt PAYONE dafür, dass mehr Raum fürs Geschäft bleibt?

Kundschaft beraten, das Sortiment weiterentwickeln, einen neuen Standort eröffnen: Dafür lohnt es sich, Zeit freizumachen. Die Zahlungsabwicklung sollte dabei helfen, statt den Feierabend mit zusätzlicher Arbeit zu füllen. PAYONE verbindet dafür Bezahllösungen für unterschiedliche Verkaufswege mit persönlicher Beratung und ergänzenden Services für die Zahlungsverwaltung.

Was das für den eigenen Betrieb bedeutet:

  • Persönliche Beratung statt technischer Fragezeichen: Passt das Terminal zur vorhandenen Kasse? Wie lassen sich Laden und Online-Shop verbinden? Wir unterstützen bei der Auswahl einer geeigneten Kassenanbindung und begleiten die Integration der PAYONE Commerce Platform.

  • Die passende Technik für die eigenen Verkaufswege: Stationäre und mobile Kartenlesegeräte, kontaktlose Zahlungsannahme per Smartphone oder Payment-Plugins für den Online-Shop: PAYONE bietet unterschiedliche Einstiege. Die Terminal-Komplettpakete verbinden zudem Gerät und Akzeptanzvertrag, damit aus der Hardware eine nutzbare Bezahllösung wird.

  • Weniger Handarbeit nach dem Verkauf: Das optional verfügbare digitale Belegmanagement legt Händlerbelege vom Terminal automatisch im Archiv ab. Im E-Commerce lassen sich mit Zusatzservices von E-Com Individual beispielsweise Zahlungsvorgänge automatisch verbuchen und Rechnungen versenden. Das nimmt dem Team wiederkehrende Arbeitsschritte ab.

  • Laden und Shop gemeinsam im Blick: Die PAYONE Commerce Platform führt Zahlungs- und Bestellinformationen über die angebundenen Kanäle zusammen. Damit lassen sich beispielsweise Online-Bestellungen in der Filiale bearbeiten und zurückgeben. Kanalübergreifende Auswertungen zeigen außerdem, welche Zahlungsarten und Verkaufswege die Kundschaft nutzt.

Der nächste Schritt beginnt mit dem eigenen Geschäft, nicht mit einer langen Technikliste. Was kostet heute unnötig Zeit? Wo soll künftig verkauft werden? Und welche Unterstützung würde den Alltag wirklich leichter machen? Genau dort setzen wir gemeinsam an.

Jetzt Bezahllösungen von PAYONE entdecken und den passenden Einstieg finden

Moderne Kartenlesegeräte und App-Lösungen inkl. Akzeptanzvertrag.