Das passt zu Pop-ups, Saisonbetrieben und Unternehmen, bei denen das Terminal nicht täglich im Dauereinsatz ist.
Kartenterminal-Kosten Was ein EC-Terminal wirklich kostet
Wer nur den Preis des Kartenlesegeräts beachtet, sieht lediglich die halbe Rechnung. Denn Kartenterminal-Kosten bestehen aus Bereitstellung oder Miete, Fixkosten und Gebühren pro Zahlung. Ob ein flexibler Tarif oder eine Flatrate günstiger ist, hängt von Kartenumsatz, Transaktionen, Bon und Kartenmix ab. PAYONE bietet verschiedene Modelle für verschiedene Ansprüche: vom Smartphone ohne Monatsgebühr bis zu praktischen Komplettpaketen aus Kartenterminals und Akzeptanzverträgen.
Das Wichtigste auf einem Blick
Die Gesamtrechnung zählt: Zum Gerät kommen je nach Tarif Einrichtung, Grundgebühr, Transaktionsentgelt, Disagio und Zusatzkosten hinzu.
Ein Tarif ohne monatliche Grundgebühr lohnt sich vor allem dann, wenn nur wenige, unregelmäßige oder saisonale Kartenzahlungen anfallen.
Bei regelmäßigem Kartenumsatz können eine Terminalmiete mit niedrigeren Gebühren pro Zahlung oder eine Flatrate wirtschaftlicher sein.
Das Disagio ist der prozentuale Anteil am Zahlungsbetrag. Kartenart und Tarif beeinflussen seine Höhe.
EC-Terminal ist der geläufige Alltagsbegriff: Gemeint ist heute ein Kartenterminal, das neben der girocard (früher EC-Karte) in der Regel auch internationale Debit- und Kreditkarten sowie Mobile Payment akzeptiert.
Wie setzen sich Kartenterminal-Kosten zusammen?
Das EC-Kartenterminal steht meistens sichtbar auf dem Tresen. Ein großer Teil der Kosten entsteht jedoch im Hintergrund. Für einen fairen Vergleich gehören vier Kostenblöcke auf den Zettel:
Einmalige Kosten
Einrichtung, Versand, Kaufpreis oder Bereitstellung
Wird das Gerät gekauft oder für eine bestimmte Laufzeit gemietet?
Monatliche Fixkosten
Grundgebühr, Terminalmiete, Service oder SIM-Karte
Welche Leistungen, Laufzeiten und Austauschservices sind enthalten?
Variable Kosten
Transaktionsentgelt, Disagio oder Mindestgebühr
Gelten unterschiedliche Konditionen für girocard, Debit- und Kreditkarten?
Zusatzkosten
Kassenanbindung, Chargebacks oder Zusatzfunktionen
Welche Gebühren entstehen außerhalb des normalen Bezahlvorgangs?
Auch indirekter Aufwand gehört in die Kalkulation: Eine Kassenanbindung überträgt den Betrag automatisch und erleichtert die Abstimmung mit der Buchhaltung. Wartung, Updates und ein schneller Gerätetausch helfen, lange und kostspielige Ausfälle zu vermeiden.
Welche variablen Kosten entstehen pro Transaktion?
Pro Kartenzahlung fällt je nach Tarif ein fester Betrag, ein prozentuales Disagio oder eine Kombination aus beidem an. Das Transaktionsentgelt wird für jeden Bezahlvorgang berechnet, unabhängig davon, ob der Bon 5 oder 100 Euro beträgt. Das Disagio steigt dagegen mit dem Zahlungsbetrag.
In der Studie Kosten von Zahlungsmitteln im Einzelhandel hat die Deutsche Bundesbank die durchschnittlichen Gesamtkosten je Zahlungsmittel berechnet. Die Werte bilden nicht nur die Gebühren eines Zahlungsdienstleisters ab, sondern die durchschnittlichen Gesamtkosten der untersuchten Unternehmen. Sie sind deshalb keine allgemeingültigen Marktpreise. Auch zwischen einzelnen Dienstleistern kann die Gebührenhöhe variieren.
Die IHK nennt bei klassischen Terminalmodellen neben den Transaktionsgebühren außerdem typische monatliche Kostenblöcke wie Terminalmiete und Servicegebühren sowie variable Transaktionskosten pro Zahlvorgang.
Die girocard (ehemals EC-Karte) ist in Deutschland am beliebtesten
Zwischen den Zahlungsarten zeigen sich im Überblick deutliche Unterschiede in der Höhe der Transaktionsgebühren. Am geringsten sind die durchschnittlichen Gebühren mit 0,18 € je Transaktion bzw. 0,2% des Umsatzes bei den Bezahlvorgängen mit der girocard. Girocard-Zahlungen sind in Deutschland mit einem Umsatzanteil von 40,5 % am weitesten verbreitet.
Demgegenüber liegen die Gebühren bei Debitkarten der internationalen Anbieter mit durchschnittlich 0,28 € bzw. 0,8% spürbar höher. Kreditkarten kommen bei den untersuchten Unternehmen auf 0,48 Euro beziehungsweise 1,1 %.
Kreditkarten weiterhin wichtig, Lastschriftverfahren nur geringe Akzeptanz
Als mögliche Ursache für die höheren Kreditkartengebühren nennt die Bundesbank höhere Interbankenentgelte und insbesondere zusätzliche Gebühren der Kartensysteme, sogenannte Scheme-Gebühren. Für EU-Verbraucherkarten begrenzt die EU das Interbankenentgelt auf 0,2 % bei Debitkarten und 0,3 % bei Kreditkarten.
Internationale Debit- und Kreditkarten bleiben trotz höherer Gebühren wichtig, allen voran für internationale Kundschaft.
Das elektronische Lastschriftverfahren (ELV), bei dem die Zahlung in der Regel per Unterschrift autorisiert wird, erreichte unter den von der Bundesbank befragten Unternehmen eine Akzeptanzquote von lediglich 14 %, weshalb keine belastbare Kostenanalyse möglich war. Als groben Richtwert nennt die IHK Pfalz auf ihrer Seite für das gesicherte ELV 0,17 bis 0,24 % des Zahlungsbetrags.
Welche Tarife bietet PAYONE für Kartenlesegeräte und Kartenterminals?
Mit einem Kartenzahlungsgerät allein kommen Händler nicht weit. Erst mit Akzeptanzvertrag, technischer Abwicklung und Abrechnung wird daraus eine vollständige Bezahllösung. Mit den PAYONE-Tarifen lassen sich Kartenleser und laufende Kosten passend zum Nutzungsprofil kombinieren. Die Preise entsprechen dem veröffentlichten Stand im August 2026.
All Time Flex: Kartenzahlung ohne monatliche Fixkosten
All Time Flex umfasst ein stationäres oder tragbares Mietterminal für 24 Monate, einmalig ab 19 Euro. Eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an. Pro Zahlung werden 0,89 % für girocard und Debitkarten beziehungsweise 1,90 % für Kreditkarten berechnet, mindestens 0,15 Euro.
PAYONE Classic: Miete und Gebühren pro Zahlung kombinieren
PAYONE Classic startet bei 50 Euro Einrichtung und 12,90 Euro monatlicher Terminalmiete. Hinzu kommen 0,08 Euro je Transaktion sowie 0,26 % für girocard oder 1,49 % für internationale Kreditkarten, abhängig von der Karte. Ein mobiles Gerät oder eine SIM-Karte kann den Monatspreis erhöhen.
Das Modell eignet sich für regelmäßige Kartenzahlungen und variable Bonhöhen, etwa im Einzelhandel.
All Card Flat: ein Festpreis für planbare Kartenumsätze
Bei der All Card Flat sind Kartenterminal und Akzeptanz bis zu einem gewählten Umsatzvolumen in einer Monatsrate gebündelt. Die Beispiele des Angebots reichen von 29,90 bis 44,90 Euro monatlich für 1.000 bis 3.000 Euro Kartenumsatz und 36 oder 60 Monate Laufzeit. Wird das Inklusivvolumen überschritten, fällt ein Folgedisagio an.
Das schafft Planungssicherheit für Cafés, Praxen oder Geschäfte mit stabilem Umsatz.
Tap on Mobile: Das Smartphone wird zum Kartenlesegerät
Mit Tap on Mobile akzeptiert ein kompatibles Android-Smartphone oder iPhone kontaktlose Zahlungen, ohne zusätzliches Terminal. Fünf Lizenzen sind enthalten, die monatliche Grundgebühr beträgt 0 Euro. Debitkartenzahlungen kosten 0,89 %, internationale Kartenzahlungen 1,90 %, jeweils mindestens 0,15 Euro.
Die Lösung passt zu mobilen Dienstleistungen, Marktständen, Pop-ups oder als flexible Ergänzung im Geschäft.
EC-Gerät, mobiles Terminal oder Smartphone: Was passt zum Unternehmen?
Im Laden bleibt das Terminal in der Regel an der Kasse, im Restaurant wandert es von Tisch zu Tisch und unterwegs kann das Smartphone übernehmen. Einsatzort und Branche entscheiden deshalb mit über die Kosten:
Stationäres EC-Terminal
Feste Kassenplätze, etwa im Einzelhandel, in Apotheken oder Bäckereien
Stabile LAN-Verbindung, gut in die Kasse integrierbar
Benötigt Strom und LAN, bleibt an einen Ort gebunden
Mobiles Kartenterminal mit WLAN oder SIM-Karte
Gastronomie, Hotels, Verkaufsflächen und wechselnde Einsatzorte
Zahlung direkt bei Kundinnen und Kunden, flexibel über WLAN oder 4G-Verbindung
Akkulaufzeit, Mobilfunkempfang und mögliche Aufpreise prüfen
Smartphone als Terminal
Mobile Dienstleister, Pop-ups, kleine Betriebe oder Zusatzkasse
Keine separate Hardware, schnell einsatzbereit
Kontaktlose Zahlung, kompatibles NFC-Gerät, Betriebssystem und Internetverbindung erforderlich
Unabhängig von der Bauform und den Funktionen sollte das Zahlungsterminal die Zahlarten der Kundschaft abdecken. Dazu gehören je nach Akzeptanzvertrag girocard, Visa, Mastercard, bestehende Maestro-Karten sowie kontaktloses Bezahlen mit Apple Pay und Google Pay.
EC-Kartenlesegerät mieten, kaufen oder Pay as you go nutzen?
Das Mieten verteilt die Anschaffungskosten und schließt häufig Wartung, Sicherheitsupdates und Austausch ein. Etablierte Anbieter bieten laut IHK Pfalz hierfür oft Laufzeiten zwischen 24 und 48 Monaten an.
Als grobe, anbieterabhängige Richtwerte werden eine monatliche Terminalmiete von rund 6 bis 14 Euro und als durchschnittlichen Werte für die Service-Gebühr 5 bis 8 Euro genannt. Die IHK weist jedoch darauf hin, dass der Mietpreis je nach Vertragsdauer und Anbieter variiert.
Beim Kauf gehört die Hardware zwar dem Unternehmen, doch Transaktionsgebühren und ein Akzeptanzvertrag bleiben. Pay as you go hält die Fixkosten niedrig, setzt dafür meist höhere variable Gebühren an.
Ein niedriger Gerätepreis ist also nur eine Variable von vielen. Für den Vergleich zählt, was bei realem Kartenumsatz Monat für Monat auf der Abrechnung steht.
Checkliste: So finden Unternehmen den passenden Tarif
Kartenumsatz, Zahl der Transaktionen und durchschnittlichen Bon realistisch schätzen
Anteil von girocard, Debitkarten, Kreditkarten und Mobile Payment berücksichtigen
Stationäre Kasse, WLAN, SIM-Karte, 4G-Verbindung und mobile Einsatzorte prüfen
Kauf, Miete, Flatrate und Tarif ohne Fixkosten mit derselben Rechnung vergleichen
Laufzeit, Kündigungsfrist, Support, Wartung und Austauschservice klären
Fazit: Kartenzahlung ist kein nettes Extra mehr
Im Jahr 2025 entfielen laut EHI Retail Institute bereits 65,1 % des stationären Einzelhandelsumsatzes auf Karten, fast neun von zehn Kartenzahlungen liefen dabei über die NFC-Technologie, die kontaktloses Bezahlen ermöglicht. Zudem zeigt eine Studie von Mastercard, dass 90 % der Deutschen erwarten, am POS mit Karte bezahlen zu können.
Die richtige Lösung verbindet verlässliche Technik mit Kartenterminal-Kosten, die zum Geschäftsalltag passen. PAYONE deckt den Weg vom gelegentlichen Kassieren mit dem Smartphone über den klassischen Terminalvertrag bis zur Flatrate ab.
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