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PayPal ist weiterhin die am weitesten verbreitete Wallet in den umsatzstärksten deutschen Onlineshops: Laut EHI boten 2025 rund 95 Prozent der Top-1.000-Shops PayPal an. Gleichzeitig sollte PayPal nicht die einzige Zahlungsart im Check-out sein. Ein passender Mix aus Wallets, Karten, kontobasierten Verfahren wie Lastschrift oder Wero und gegebenenfalls Buy Now, Pay Later reduziert Kaufabbrüche und verteilt Kosten sowie Abhängigkeiten.
Relevanz: PayPal bleibt 2026 eine zentrale Zahlungsart im deutschen E-Commerce. Für das Jahr 2024 ermittelte das EHI einen Umsatzanteil von 28,5 Prozent; 2025 war PayPal in rund 95 Prozent der Top-1.000-Onlineshops verfügbar.
Anforderungen: Händler benötigen ein PayPal-Geschäftskonto sowie eine technische Anbindung – direkt über PayPal oder über einen Payment Service Provider wie PAYONE. Je nach Prüfung können Unternehmens-, Identitäts- und Banknachweise erforderlich sein.
Kosten: Für PayPal-Check-out nennt PayPal in Deutschland aktuell 2,99 Prozent plus 0,35 Euro pro inländischer Online-Transaktion. Internationale Zahlungen, Währungsumrechnung und weitere Leistungen können zusätzliche Gebühren verursachen. Bei einer Einbindung über PAYONE kommen die Konditionen des gewählten E-Com-Pakets hinzu.
PayPal ist ein Online-Bezahldienst und eine digitale Wallet. Das Unternehmen stellt E-Geld bereit und wickelt Zahlungen zwischen Kundschaft und Händler ab. Käufer können in ihrem PayPal-Account beispielsweise ein Bankkonto, eine Debit- oder Kreditkarte oder PayPal-Guthaben als Zahlungsquelle hinterlegen. Welche Zahlungsquelle oder Später-bezahlen-Option im Einzelfall verfügbar ist, hängt unter anderem von Land, Konto, Warenkorb und der jeweiligen Berechtigungsprüfung ab.
Im Onlineshop wählt der Kunde PayPal aus den verfügbaren Zahlungsmethoden aus, bestätigt die Zahlung in seinem Konto auf der PayPal-Webseite oder in der App und wird anschließend zum Shop zurückgeleitet. Der Shop erhält dann eine Information über die erfolgreiche Zahlung oder auch, wenn die Zahlung abgelehnt wurde. Die im PayPal-Konto gespeicherten Bank- oder Kartendaten des Kunden werden dabei nicht direkt an den Händler weitergegeben. Erforderliche Bestell-, Versand- und Kontaktdaten werden jedoch entsprechend der gewählten Integration und den geltenden Datenschutzinformationen verarbeitet.
Laut offiziellen Angaben von PayPal gibt es in Deutschland rund 35 Millionen aktive Kundenkonten. Das bedeutet, dass ein beträchtlicher Teil der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland über ein eigenes PayPal-Konto verfügt. Damit ist PayPal einer der am weitesten verbreiteten Bezahldienste im Land.
Deshalb erstaunt es nicht, dass laut der EHI-Studie Online-Payment 2025 im Jahr 2024 etwa 28,5 Prozent des deutschen E-Commerce-Umsatzes auf PayPal entfiel. Diese Werte belegen die hohe Relevanz von PayPal für Händler. Darüber hinaus bietet PayPal noch einige weitere Vorteile für Kunden und Unternehmen gleichermaßen.
Kunden müssen ihre Bank- oder Kartendaten nicht bei jedem Shop neu eingeben. In der PayPal-Wallet können sie je nach Verfügbarkeit zwischen hinterlegtem Bankkonto, Karte, Guthaben und geeigneten Später-bezahlen-Angeboten wählen. Ob eine Finanzierung oder Zahlung nach 30 Tagen angeboten wird, entscheidet PayPal für den jeweiligen Kunden und Einkauf. Händler sollten diese Optionen deshalb nicht als allgemein garantiert darstellen.
PayPal bietet für bestimmte Transaktionen einen Käufer- und Verkäuferschutz. Der Schutz ist jedoch weder eine Garantie gegen Betrug noch gilt er für jede Ware, Dienstleistung oder jeden potenziellen Konflikt zwischen Händler und Kunde. Händler müssen unter anderem die jeweils aktuellen Schutzbedingungen sowie Anforderungen an Versand- und Zustellnachweise einhalten. Wenn PayPal-Benutzer sich gegenseitig Geld senden, etwa an Freunde, Verwandte oder innerhalb der Familie, besteht der Käuferschutz nicht.
PayPal verweist auf mehr als 400 Millionen aktive Konten in mehr als 200 Märkten und Zahlungen in zahlreichen Währungen. Für international agierende Shops erleichtert das die Annahme von Zahlungen ungemein. PayPal ist außerdem nicht mehr nur ein Online-Verfahren: In Deutschland können berechtigte Privatkunden über die PayPal-App und eine virtuelle PayPal-Debit-Mastercard kontaktlos an Mastercard-Akzeptanzstellen zahlen. Damit wird PayPal auch im stationären Handel zunehmend zu einer wichtigen Zahlungsmethode.
Händler benötigen für den Start ein PayPal-Geschäftskonto, das sie kostenlos einrichten können. Bei der Eröffnung fragt PayPal einige Informationen ab, unter anderem Name, E-Mail-Adresse, Unternehmensbeschreibung und geschäftliche Bankverbindung; je nach Rechtsform kommt beispielsweise die Handelsregisternummer hinzu. Abhängig von Unternehmensform und automatischer Prüfung können zusätzliche Identitäts-, Adress- oder Unternehmensnachweise erforderlich sein. Die Angaben im PayPal-Konto und beim Auszahlungskonto sollten übereinstimmen. Für die Einbindung stehen je nach Shop und Dienstleister Plugins, gehostete Checkout-Seiten oder Schnittstellen zur Verfügung.
Die Einbindung von PayPal als Zahlungsart über PAYONE ist einfach, bietet ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und ist mit nur minimalen Kosten verbunden. PAYONE übernimmt im Hintergrund die zuverlässige Steuerung des gesamten Check-out-Prozesses, während die Zahlungseingänge der Endkunden direkt auf dem PayPal-Geschäftskonto des Händlers verbucht werden.
PayPal lässt sich dank eines standardisierten Prozesses über PAYONE leicht und ohne großen technischen Aufwand in den eigenen Online-Shop einbinden. Als Grundlage benötigen Unternehmen lediglich das oben schon beschriebene PayPal-Geschäftskonto. Im nächsten Schritt wird einfach das passende Plugin von PAYONE in das genutzte Shopsystem – wie etwa Shopware, Shopify oder WooCommerce – integriert. Anschließend lässt sich PayPal in der Verwaltungsoberfläche von PAYONE als Zahlungsart aktivieren. Die finale Verknüpfung beider Konten erfolgt durch die Eingabe der Zugangsdaten im Shop-Backend, wodurch eine sichere und verschlüsselte Datenübertragung gewährleistet ist.
PAYONE erhebt auf diese generierten PayPal-Umsätze keinen eigenen prozentualen Aufschlag auf die PayPal-Gebühren. Für die Bereitstellung der Infrastruktur und die Abwicklung im Hintergrund fallen bei PAYONE lediglich die monatliche Grundgebühr des gewählten Tarifs sowie ein minimaler Fixbetrag für die technische Datenübertragung an.
Gerade beim bargeldlosen Bezahlen spielen regulatorische Vorgaben eine wichtige Rolle, die sowohl die digitale Barrierefreiheit als auch die Sicherheit von Transaktionen betreffen. Das im Sommer 2025 in Kraft getretene Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet Händler dazu, Zahlungs- und Sicherheitsfunktionen wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust zu gestalten, wobei für bestimmte Kleinstunternehmen Ausnahmeregelungen gelten können.
Gleichzeitig bildet die starke Kundenauthentifizierung nach PSD2 den verbindlichen Rahmen für den Check-out, bei dem Zahlungsanbieter wie PayPal die notwendigen Prüfschritte steuern und Händler entsprechende Weiterleitungen technisch sicherstellen müssen.
Für eine klassische Zahlung aus der PayPal-Wallet benötigt der Kunde ein PayPal-Konto. Abhängig von Integration, Händlerkonfiguration, Land und PayPal-Prüfung kann zusätzlich ein Gast-Check-out für Debit- oder Kreditkartenzahlungen ohne PayPal-Konto erscheinen. Der PayPal-Gast-Check-out ermöglicht es Endkunden, Zahlungen bequem per Karte oder Lastschrift abzuwickeln, ohne ein eigenes Konto erstellen zu müssen. Das kann Kaufabbrüche reduzieren und die Konversionsrate steigern. Voraussetzung hierfür ist, dass Shop-Betreiber die Funktion in ihren Einstellungen aktivieren und der Check-out in einem unterstützten Markt wie der DACH-Region stattfindet. Dennoch garantiert die Aktivierung keine bedingungslose Verfügbarkeit, da PayPal automatisierte Risikosysteme einsetzt, die bei auffälligen oder komplexen internationalen Transaktionen den Gastzugang dynamisch blockieren können.
Der technische Zahlungsstatus wird in der Regel direkt nach dem Check-out übermittelt. Das bedeutet jedoch nicht in jedem Fall, dass das Guthaben sofort ausgezahlt wird. PayPal kann einzelne Zahlungen oder Abbuchungen risikobasiert prüfen oder vorübergehend einbehalten – etwa bei neuen Konten, längerer Inaktivität, ungewöhnlichen Umsatzschwankungen, Konflikten oder risikoreichen Produkten. Händler können den konkreten Status jeder Zahlung im Konto prüfen und die Freigabe des Betrags durch PayPal beschleunigen, indem sie Versand- oder Leistungsnachweise zeitnah hinterlegen.
Mit oder ohne eigenen Online-Shop
Inkl. professionellen Payment-Plugin
Die Eröffnung eines PayPal-Geschäftskontos ist kostenlos. Für empfangene geschäftliche Zahlungen fallen Transaktionsgebühren an. Für PayPal-Check-out nennt PayPal für deutsche Geschäftskonten aktuell (Stand September 2026) 2,99 Prozent des Transaktionsbetrags plus 0,35 Euro Festgebühr bei einer inländischen Transaktion. Bei individuellen Großkundenkonditionen, anderen PayPal-Produkten oder gesonderten Vereinbarungen können abweichende Sätze gelten.
Weitere Kosten können beispielsweise bei internationalen Transaktionen, Rückbuchungen, Währungsumrechnungen oder Zusatzleistungen entstehen. Für die Umrechnung eines Geschäftskonto-Guthabens beziehungsweise für Transaktionen, bei denen der Empfänger die Umrechnung trägt, nennt PayPal aktuell 3 Prozent über dem Basiswechselkurs der jeweiligen Währung. Privatkunden zahlen für einen Einkauf grundsätzlich keine PayPal-Gebühr, sofern keine Währungsumrechnung erforderlich ist.
PayPal bezeichnet zum einen die digitale Wallet und die damit verbundene Zahlungsmethode. PayPal Open ist die aktuelle Dachmarke für die Business-Lösungen des Unternehmens. PayPal-Check-out ist eine von PayPal bereitgestellte Check-out-Lösung, die neben PayPal je nach Produkt und Berechtigung weitere Möglichkeiten zur Zahlung wie Karten und Später-bezahlen-Optionen anzeigen kann. PayPal Complete Payments ist die neuere Plattformgeneration, die auch PAYONE für seine PayPal-Anbindung nutzt. Sie bündelt unter anderem PayPal, Pay Later und PayPal Vault in einer Integration.
Ein Payment Service Provider (PSP) wie PAYONE kann PayPal gemeinsam mit weiteren, nicht von PayPal bereitgestellten Zahlungsarten, einheitlichem Reporting und ergänzenden Services in einen breiteren Zahlungsarten-Mix einbinden. Ob ein Händler PayPal am Ende selbst in seine Website oder in seine App integriert oder auf die Erfahrung eines PSP setzt, hängt von Volumen, Zielmärkten, Shop-Plattform, gewünschten Zahlungsarten und internen Prozessen ab.
PayPal allein deckt nicht jede Präferenz ab. Für viele kleine und mittlere Onlineshops in Deutschland empfiehlt PAYONE 2026 einen Mix aus PayPal, Visa und Mastercard, einer gängigen kontobasierten Zahlungsart, Buy Now, Pay Later und der europäischen Wallet Wero. Apple Pay und Google Pay haben ihre Verbreitung in deutschen Onlineshops ebenfalls deutlich ausgebaut. Welche Kombination sinnvoll ist, sollte anhand von Zielgruppe, Warenkorb, Ländern, Retouren- und Ausfallrisiko sowie tatsächlichen Check-out-Daten entschieden werden.
PayPal-Zahlungen zu akzeptieren bleibt 2026 für die meisten deutschen B2C-Onlineshops sinnvoll. Die Wallet ist bekannt, weit verbreitet und lässt sich direkt oder über PAYONE integrieren. Eine pauschale Empfehlung ohne Kosten- und Zielgruppenprüfung wäre jedoch zu kurz gegriffen. Händler sollten PayPal mit weiteren relevanten Zahlungsarten kombinieren, die aktuellen Gebühren im Blick behalten und den Check-out technisch zuverlässig sowie barrierefrei umsetzen.