E-Commerce
11.03.2026
Lesezeit 8 min.

E-Payment ein Begriff, viel Potenzial

Der reibungslose Vorgang des bargeldlosen Bezahlens ist mittlerweile eine ganz zentrale Säule der Wirtschaft in Deutschland, Europa und der Welt. Zwei Zahlen machen das besonders deutlich: Laut Zahlen des EHI Retail Institute wurden im Jahr 2024 rund 65 % der Umsätze im deutschen stationären Einzelhandel mit bargeldlosen elektronischen Zahlverfahren getätigt. Gemessen am Gesamtumsatz im Handel entspricht das einem Umsatzvolumen von rund 315 Milliarden Euro. Zahlungen an Tankstellen, in Apotheken, in Autowerkstätten oder für Verwaltungsdienstleistungen sind in diesem Wert noch gar nicht berücksichtigt. Im E-Commerce kommen nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) noch einmal etwa 88 Milliarden Euro hinzu.

Diese Zahlen genügen, um zu verdeutlichen, wie wichtig elektronische Bezahlung - im Allgemeinen oft E-Payment genannt - von Waren und Dienstleistungen geworden ist. Der Begriff E-Payment wird allerdings sehr weit gefasst. Das sorgt im Alltag bisweilen für Unklarheiten darüber, was eigentlich genau gemeint ist. In diesem Artikel schaffen wir Klarheit und erklären, was unter E-Payment zu verstehen ist.

E-Payment Optionen für Ihr Business

  • Mit oder ohne eigenen Online-Shop

  • Inkl. professionellen Payment-Plugin

Das Wichtigste in Kürze

  • Digital im Internet und POS: E-Payment ist weit mehr als nur Online-Payment; es vereint alle bargeldlosen Zahlungen über elektronische Kanäle – vom kontaktlosen Bezahlen mit Smartphone oder Karte im Laden bis hin zu Transaktionen bei Behörden oder zwischen Privatpersonen. Als verbindendes Element zwischen Käufern, Händlern und dem öffentlichen Sektor ermöglicht es eine moderne, digitale Abwicklung von Geldströmen in allen Lebensbereichen.

  • Zahlungsdienstleister machen's möglich: Da der bargeldlose Zahlungsverkehr rechtlich hochkomplex und technisch anspruchsvoll ist, agieren Zahlungsdienstleister als unverzichtbare Partner, die alle Fäden zusammenführen. Sie bündeln zahlreiche Einzelverträge mit Banken und Kreditkartenanbietern in einem einzigen Akzeptanzvertrag und garantieren durch ihre Infrastruktur, dass sowohl Online-Module als auch Kassenterminals die strengen Sicherheitsvorgaben (wie PSD2 und PCI DSS) erfüllen.

  • Strategischer Erfolgsfaktor: Die Auswahl der richtigen Bezahlmethoden – von Klassikern wie der Girocard über Wallets wie PayPal bis hin zu neuen Lösungen wie WERO – ist entscheidend für die Kundenzufriedenheit und verhindert Kaufabbrüche. Moderne Plattformen gehen dabei über die reine Zahlung hinaus, indem sie Online- und Offline-Daten intelligent verknüpfen, interne Abläufe automatisieren und so eine effiziente Omnichannel-Strategie für Unternehmen jeder Größe ermöglichen.

Was bedeutet E-Payment?

E-Payment ist ein Oberbegriff für sämtliche Zahlungsverfahren, die bargeldlos über elektronische Kanäle ablaufen. Häufig wird E-Payment mit einem ausschließlichen Bezug auf das Bezahlen von Online-Käufen oder digitalen Dienstleistungen verwendet. Das greift jedoch zu kurz. Denn E-Payment umfasst ausdrücklich auch moderne, elektronische Zahlungsvorgänge im stationären Handel und nicht nur das reine Online-Payment. Der Begriff beschreibt also jegliche Abwicklung von elektronischen Zahlungen – ob kontaktlos per Karte oder Smartphone an der physischen Ladenkasse oder beim Shopping über das Internet.

E-Payment ist also mehr als nur Kartenzahlung. Es verbindet unterschiedlichste Akteure: Käufer mit Verkäufern im Online-Handel, Bürgerinnen und Bürger mit Behörden im öffentlichen Sektor sowie zunehmend auch Privatpersonen untereinander in Form des Peer-to-Peer-Payments.

Warum braucht man für E-Payment einen Zahlungsdienstleister?

Egal, ob ein Händler physische Waren im Internet oder im Ladengeschäft vertreibt, innovative Online-Dienste anbietet oder monatliche Abonnements für digitale Dienstleistungen verkauft: Eine leistungsstarke, ausfallsichere technische Infrastruktur in Kombination mit hochkomplexen Prozessen und strengen Regularien bildet die Grundlage dafür, dass all diese Geschäftsmodelle bargeldlose Zahlungen entgegennehmen können. Jede bargeldlose Transaktion setzt daher ein komplexes Geflecht aus vertraglichen Vereinbarungen zwischen Kunden, Banken, Kreditkarteninstituten, Zahlungssystemen und Händlern voraus. Neben der rechtlichen Absicherung ist die technische Vernetzung aller Beteiligten entscheidend. Diese erfolgt am Point of Sale (POS) klassisch über Kartenterminals oder mobile Endgeräte sowie im E-Commerce über spezifische Zahlungsmodule, Plugins oder Payment Gateways.

Da für jede Zahlungsart – von der Debitkarte bis hin zu Diensten wie PayPal, Apple Pay oder Google Pay – individuelle Verträge notwendig sind, ist der administrative Aufwand für Händler hoch. Um diesen Prozess zu vereinfachen, bündeln moderne Zahlungsdienstleister wie PAYONE die erforderlichen Vereinbarungen in einem einzigen Akzeptanzvertrag.

Theoretisch könnten Händler diese Verträge zwar unabhängig voneinander abschließen, in der Praxis ist dies jedoch kaum umsetzbar. Die schiere Anzahl an involvierten Instituten und Systemen würde einen logistischen Aufwand und Kosten verursachen, die in keinem wirtschaftlichen Verhältnis stehen.

Gleichzeitig sorgt der Zahlungsdienstleister mit seiner technischen Infrastruktur dafür, dass Händler die schon erwähnten regulatorischen und gesetzlichen Vorgaben einhalten. Auch das wäre für ein einzelnes Unternehmen nahezu unmöglich. Daher ist der Payment Service Provider auch an dieser Stelle ein unverzichtbarer Partner im bargeldlosen Zahlungsverkehr - egal ob am POS oder für das Online-Payment.

Welche Zahlungsarten sollten stationäre Läden anbieten?

Das Angebot der richtigen Bezahlverfahren ist entscheidend für den unternehmerischen Erfolg. Daher müssen Händler ihren Payment-Mix an den Wünschen ihrer Kunden ausrichten. Wer seinen Kunden ein erstklassiges Einkaufserlebnis bieten will, kommt an einer breiten Auswahl an Zahlungsarten nicht vorbei. Denn diese sorgt für mehr Spontankäufe und höhere Bongrößen.

Während die Girocard nach wie vor der Standard in Sachen bargeldloses Bezahlen im deutschen Handel ist, sind auch Kreditkarten wie Visa und Mastercard aus einem modernen Betrieb nicht mehr wegzudenken. Besonders Hotels und Gastronomie punkten mit internationalen Karten wie Amex oder JCB bei Geschäftsreisenden und Touristen. Wer zusätzlich die kaufkräftige Zielgruppe aus Asien gewinnen möchte, sollte auf WeChat Pay und Alipay setzen. Selbstverständlich gehören heutzutage auch mobile Lösungen wie die Wallets von Apple Pay und Google Pay zu den Verfahren, die für das bargeldlose Kassieren an der Ladentheke unerlässlich sind.

PAYONE bietet für jede Branche, jede Unternehmensgröße und jedes Umsatzvolumen passende und attraktive Tarife an. Diese umfassen die Akzeptanz der ausgewählten Zahlungsarten und moderne Kartenterminals bis hin zu modernen Kassensystemen mit branchenspezifischer Software für individuelle Anforderungen.

Welche E-Payment-Verfahren sind für Online-Händler wichtig?

Für Online-Händler ist das Angebot der richtigen Bezahlverfahren schlichtweg überlebenswichtig. Zahlreiche Studien belegen: Kunden brechen ihre Einkäufe ab, wenn sie im Checkout-Prozess ihre präferierten Zahlungsmittel nicht vorfinden oder wenn dieser zu kompliziert ist. Daher müssen Händler eine strategisch gut durchdachte Palette an Bezahlmethoden in ihren Shop integrieren. Zu den absoluten Basis-Optionen gehören Kreditkarten wie Visa oder Mastercard und die im europäischen Raum beliebte SEPA-Lastschrift. Auch im E-Commerce gehören Wallets wie PayPal sowie Apple Pay und Google Pay als fester Bestandteil in die E-Payment-Strategie.

Mit dem neuen europäischen Zahlungssystem WERO steht Online-Händlern und Verbrauchern ein digitales Wallet zur Verfügung, das neben Transaktionen in Sekundenschnelle ein Höchstmaß an europäischer Datensicherheit und digitaler Unabhängigkeit beim Online-Shopping bietet. Denn WERO verbindet Instant Payments (Echtzeitüberweisungen) direkt mit dem Bankkonto – ganz ohne den Umweg über eine Kreditkarte. Initiiert von der European Payments Initiative (EPI) und getragen von den führenden europäischen Banken, tritt WERO an, um eine souveräne, grenzüberschreitende Alternative zu den US-amerikanischen Payment-Giganten zu schaffen.

Der Zahlungsarten-Mix ist entscheidend

Was müssen moderne E-Payment-Lösungen können?

Neben der reinen Zahlungsabwicklung bieten technologisch ausgereifte E-Payment-Lösungen noch eine ganze Reihe weiterer Vorteile. Sein großes Potenzial entfaltet Payment, wenn es in bestehende Geschäftsprozesse integriert ist. PAYONE beispielsweise führt mit seiner Commerce Platform alle Transaktionen eines Kunden bei einem Händler – sowohl online als auch offline – in einem einzigen System zusammen. Das Besondere an der Plattform ist, dass sie diese Informationen nicht erst beim Bezahlen bündelt. Sie setzt schon wesentlich früher im Check-out-Prozess an, indem sie die Warenkörbe über alle Saleskanäle und darüber hinaus alle Zahlungsströme zusammenfasst. Damit wird die Plattform zu einem entscheidenden Baustein für jede Omnichannel-Strategie.

Durch zahlreiche Schnittstellen zu bestehenden IT-Systemen wie Warenwirtschaft, ERP und CRM fungiert die Plattform als verbindendes Element, das Daten aus unterschiedlichen Quellen intelligent verknüpft und so eine ganzheitliche Sicht auf den Kunden ermöglicht. Auf diese Weise hilft sie zudem, interne Abläufe zu optimieren und Prozesse zu automatisieren. Dies reduziert den administrativen Aufwand, minimiert Fehlerquellen und führt zu einer effizienteren Bestell- und Zahlungsabwicklung.

Wie sicher sind E-Payment-Verfahren?

Wo täglich Beträge in Milliardenhöhe digital transferiert werden, ist maximale Sicherheit eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass alle beteiligten Akteure die Systeme mit einem guten Gefühl nutzen. Daher machen Behörden und Kartenorganisationen eine Vielzahl an regulatorischen Vorgaben, die Unternehmen bei der Akzeptanz von bargeldlosen Zahlungsverfahren einhalten müssen. Zwei der wichtigsten sind die Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 (PSD steht für Payment Service Directive) und der Payment Card Industry Data Security Standard, kurz PCI DSS.

Die PSD2-Richtlinie sorgt durch die verpflichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für ein Höchstmaß an Sicherheit im E-Payment und schützt Endverbraucher effektiv vor Betrug. Dank der gezielten Öffnung von Bank-Schnittstellen für zertifizierte Drittanbieter ermöglicht dieses Open Banking nahtlose Zahlungsauslösedienste, die den Check-out-Prozess im E-Commerce spürbar beschleunigen und so die Conversion Rate für Händler steigern. Für Kunden und Händler gleichermaßen schafft die PSD2 einen transparenten Rechtsrahmen, der das Vertrauen in digitale Zahlungsmethoden nachhaltig festigt. Der PCI DSS Standard regelt detailliert den sicheren Umgang mit Kreditkartendaten und schützt Händler und Käufer proaktiv vor Betrug.

Mehr über die einzelnen Sicherheitsverfahren, auf die PAYONE-Kunden zählen können, finden sich hier.

Welche Rolle spielt E-Payment in der öffentlichen Verwaltung

Ein oft unterschätzter, aber hochgradig relevanter Bereich des elektronischen Zahlungsverkehrs ist die öffentliche Verwaltung. Im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und diverser E-Government-Initiativen fordern Bürger heute völlig zu Recht die Möglichkeit, Verwaltungsleistungen bequem online zu beantragen und direkt zu begleichen. Der Gang zur Kasse im Rathaus soll der Vergangenheit angehören.

Hier kommt für Behörden des Bundes sowie der Länder und Kommunen eine hochspezialisierte Zahlungsverkehrsplattform wie ePayBL (E-Payment Bund-Länder) ins Spiel. Diese standardisierte Lösung ermöglicht eine sichere, mandantenfähige Online-Zahlungsabwicklung für jegliche öffentliche Dienstleistungen. Ob es nun um die Ausstellung eines neuen Reisepasses geht, den Bußgeldbescheid fürs Falschparken oder andere anfallende Gebühren der kommunalen Administration – die Vereinfachung durch solche modernen Systeme ist für alle Beteiligten enorm.

Für die Behörden bedeutet die Integration von E-Payment eine spürbare Entlastung ihrer internen Ressourcen. Zahlungen fließen nicht mehr unstrukturiert ein, sondern werden direkt automatisiert den richtigen Haushalts- und Kassen-Stellen zugeordnet. So sparen sich die Ämter zeitraubende manuelle Zuordnungen und Mahnläufe, während die Bürgerinnen und Bürger von einem Service profitieren, der dem von Top-E-Commerce-Playern in nichts nachsteht.

Insbesondere für die zunehmende Digitalisierung von Staat und Verwaltung ist eine sichere, stabile und funktionierende E-Payment-Anbindung ganz entscheidend. Denn wenn Bürger verschiedene digitale Services ihrer Gemeinde nutzen, müssen die dafür fälligen Gebühren auch direkt beglichen werden können. Eine digitale Verwaltung funktioniert also nur, wenn sichere und leistungsfähige Online-Bezahlverfahren verfügbar sind, die nutzerfreundlich und zuverlässig sind.

E-Payment Optionen für Ihr Business

  • Mit oder ohne eigenen Online-Shop

  • Inkl. professionellen Payment-Plugin

Mehr als nur Online-Zahlungsabwicklung

E-Payment ist also weit mehr als nur das Bezahlen im Internet. Es steht für die Summe aller bargeldlosen Bezahlvorgänge, die digital abgewickelt werden. Dazu zählt Online-Payment ebenso wie die Kartenzahlung oder das mobile Bezahlen mit dem Smartphone an der Ladenkasse. Wichtig ist außerdem, dass E-Payment sich nicht ausschließlich auf die reine Bezahlung von Einkäufen oder Dienstleistungen bezieht, sei es online oder offline. Vielmehr umfasst der Begriff auch die gesamte dafür erforderliche technische Infrastruktur und die Einhaltung gesetzlicher Regeln und Verfahren.

Wenn sich Payment-Verantwortliche in Unternehmen und Verwaltung mit dem Thema E-Payment beschäftigen, dann sollte die Auswahl des passenden Zahlungsdienstleisters ganz oben auf der Agenda stehen. Denn dieser sorgt im Idealfall für eine große Bandbreite an verfügbaren Bezahlmethoden, sorgt für größtmögliche Sicherheit bei allen Transaktionen und bietet zahlreiche zusätzliche Services für Online-Shops und den klassischen POS.