Händlerinnen und Händler sollten vor einem Wechsel die eigenen Anforderungen sortieren: Zahlen die Kunden im Laden oder unterwegs, mit welchen Karten und wie häufig?
Flatpay-Alternative Welche Zahlungslösung rechnet sich im Alltag?
Als Flatpay-Alternative kommen unter anderem PAYONE, SumUp, myPOS und PayPal POS infrage. Welche Zahlungslösung passt, hängt vom Kartenumsatz, den gewünschten Funktionen und der Vertragsbindung ab. Entscheidend ist die Gesamtrechnung: aus Gebühren, Hardware und Service sowie dem Aufwand, den das Bezahlen im Alltag tatsächlich macht.
Das Wichtigste auf einen Blick
Das eigene Geschäft gibt den Tarif vor: Kartenumsatz, durchschnittlicher Zahlbetrag und Kartenmix bilden die Grundlage für einen sinnvollen Vergleich.
Ruhige Monate mitrechnen: Flatpays deutsche AGB sehen unter 2.000 Euro Monatsumsatz je Terminal oder Zahlungslösung eine Zusatzgebühr vor.
Flexibilität hat mehrere Formen: SumUp bietet einen Standardtarif ohne monatlichen Mindestumsatz; myPOS verzichtet auf eine Mindestlaufzeit.
PAYONE bietet verschiedene Kostenmodelle: vom Smartphone als Kartenlesegerät über einen monatlichen Festpreis mit Inklusivvolumen bis zum individuell zusammengestellten Zahlungspaket.
Die Abläufe zählen mit: Kassenanbindung, Kartenakzeptanz und erreichbarer Support gehören auf die Prüfliste.
Welche Flatpay-Alternativen kommen im Vergleich infrage?
Eine Flatpay-Alternative lohnt sich, wenn Kostenmodell, Vertragsbedingungen oder Leistungsumfang besser zum eigenen Betrieb passen. Ein Geschäft mit vielen kleinen Zahlungen braucht eine andere Kalkulation als ein Einrichtungsgeschäft mit hohen Bons. Für einen Marktstand können Monate ohne Umsatz entscheidend sein, für die Gastronomie das mobile Kassieren am Tisch.
➔ Die Auswahl des Anbieters hängt also unter anderem von dem Kartenumsatz und der Branche ab.
Wie relevant die Entscheidung ist, zeigen auch Zahlen der Bundesbank: 2025 gab es rund 14,5 Milliarden Zahlungen mit Karten deutscher Zahlungsdienstleister. Das entsprach etwa 43 Prozent der in dieser Statistik erfassten bargeldlosen Zahlungen von Nichtbanken.
Wann lohnt sich eine Flatpay-Alternative?
Die folgende Auswahl zeigt unterschiedliche Ansätze. Die Einordnung hilft bei der Vorauswahl; ausschlaggebend bleiben die Konditionen im konkreten Angebot für den Betrieb.
Flatpay als Ausgangspunkt
Einheitliche Transaktionsrate, Terminal und Einrichtung vor Ort
Kartenzahlungen mit begleitendem Service am Standort
SumUp
Pay-as-you-go im Standardtarif, ohne monatliche Grundgebühr und Mindestumsatz
Schwankende oder zunächst geringe Kartenumsätze
myPOS
Kartenzahlungen mit sofortiger Gutschrift auf dem myPOS-Konto; keine Mindestlaufzeit
Schneller Zugriff auf Einnahmen innerhalb des myPOS-Systems
PayPal POS
(früher iZettle beziehungsweise Zettle)
Kartenleser oder Terminal mit POS-Software; keine monatliche Grundgebühr für das Standardangebot
Zahlungsannahme und Kassenfunktionen aus einem System
PAYONE
Unterschiedliche Tarife für Smartphone, Kartenterminal und Kartenakzeptanz
Ein Kostenmodell passend zu Zahlungsaufkommen, Einsatzort und Kartenmix wählen
Bei myPOS bedeutet die Sofortgutschrift zunächst Verfügbarkeit auf dem zugehörigen Konto. Für Überweisungen auf ein anderes Geschäftskonto sollten Gebühren und Bedingungen separat geprüft werden.
➔ Wer weitere Anbieter und deren Einsatzfelder vergleichen möchte, findet im Payment-Provider-Vergleich zusätzliche Orientierung für die Auswahl.
Welche Kosten entstehen bei einer Flatpay-Alternative?
Die Kosten hängen vom Preismodell, der Hardware und dem Zahlungsverhalten der Kundschaft ab. Ein einfaches Pay-as-you-go-Modell berechnet Gebühren bei Nutzung. Andere Angebote kombinieren Fixkosten mit Entgelten pro Transaktion oder einem Inklusivvolumen.
Was kostet Pay-as-you-go im Vergleich?
Flatpay nennt auf der deutschen Preisseite für das reine Terminalangebot bei weniger als 200.000 Euro Jahreskartenumsatz eine Transaktionsrate von 1,39 Prozent. Auch SumUp berechnet im Standardtarif für Vor-Ort-Zahlungen grundsätzlich 1,39 Prozent; Zahlungen mit einer SumUp-Karte sind ausgenommen.
Ein Rechenbeispiel: Bei 10.000 Euro Kartenumsatz ergibt eine Transaktionsgebühr von 1,39 Prozent zunächst 139 Euro. Erst zusätzliche Gebühren und Leistungen machen daraus einen belastbaren Angebotsvergleich.
In die Rechnung gehören:
Laufende Kosten: etwa Grundgebühr, Terminalmiete, Software oder eine SIM-Karte.
Variable Gebühren: prozentuale Entgelte nach Kartenart, etwa für girocard oder Business-Karten, feste Beträge pro Transaktion und mögliche Mindestgebühren.
Einmalige Aufwände: beispielsweise Gerätekauf, Einrichtung und Kassenanbindung.
Vertragliche Zusatzkosten: etwa bei geringem Umsatz, Rückbuchungen oder zusätzlichen Services.
Eine Kaution gehört ebenfalls in die Liquiditätsplanung, auch wenn sie keine laufende Gebühr ist. Flatpays aktuelle deutsche AGB sehen bei Bereitstellung eines Zahlungsterminals beispielsweise 500 Euro Kaution vor, die schrittweise eingezogen wird.
Welche einmaligen, laufenden und transaktionsabhängigen Positionen in die Kalkulation gehören, erklärt der Ratgeber zu Kartenterminal-Kosten.
Was bedeuten 2.000 Euro pro Monat für den Vergleich?
Die Umsatzgrenze ist vor allem für kleine und saisonale Betriebe relevant. Laut Flatpay-AGB fallen bei weniger als 2.000 Euro Umsatz inklusive Mehrwertsteuer im Monat 50 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer je Terminal oder Zahlungslösung an.
Was auf der Abrechnung eines Cafés am vollen Samstag im Sommer gut aussieht, muss auch am Mittwoch im ruhigen Februar aufgehen. Bei mehreren Geräten sollte zudem klar sein, ob jedes Terminal die vereinbarte Schwelle erreicht. Individuelle Abweichungen müssen aus dem Vertrag hervorgehen.
Worauf kommt es bei Vertragsbindung und POS-System an?
Eine geeignete Flatpay-Alternative passt zur Planung des Unternehmens und zu den Abläufen am Point of Sale, kurz POS. Drei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Welche Vertragsbindung passt zum Betrieb?
Flatpays deutsche AGB nennen zum Stand Oktober 2026 eine anfängliche Kündigungssperrfrist von 36 Monaten. Der Einsatz zusätzlicher Zahlungslösungen anderer Anbieter setzt nach der Ausschließlichkeitsklausel eine vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das ist relevant, wenn ein zweites Terminal als Reserve oder ein schrittweiser Wechsel geplant ist.
Für jeden Anbieter gilt: Laufzeit, Kündigungsfrist und Regeln für spätere Vertrags- oder Preisänderungen vor Abschluss prüfen.
Werden girocard, American Express und Apple Pay unterstützt?
Die gewünschte Kartenakzeptanz sollte schriftlich feststehen. Auf die Liste gehören girocard, umgangssprachlich noch EC-Karte genannt, sowie weitere Debit- und Kreditkarten, etwa von Visa und Mastercard. Je nach Kundschaft sind auch American Express und Wallets wie Apple Pay relevant. Ob eine bestimmte Kartenart enthalten ist oder eine zusätzliche Vereinbarung erfordert, gehört ins Angebot.
Wie gut fügt sich die Lösung in den Alltag ein?
Ein POS-System sollte die Arbeit des Teams erleichtern. Beim Praxistest zeigt sich, ob Terminal Kassensystem Beträge automatisch austauschen, Erstattungen verständlich funktionieren und die Buchhaltung passende Daten erhält.
Auch der Service verdient konkrete Fragen:
Wann ist der Support erreichbar?
Wie läuft ein Gerätetausch ab?
Wer unterstützt die Mitarbeiter bei der Einrichtung?
Zudem sollte klar sein, welcher Partner als Acquirer die Abwicklung der Kartenzahlungen übernimmt und wer bei Störungen hilft. Eigene Erfahrung mit typischen Bezahlvorgängen macht Unterschiede greifbar.
Wie kann PAYONE als Flatpay-Alternative unterstützen?
PAYONE bietet verschiedene Ansätze für unterschiedliche Anforderungen:
Gelegentlich oder unterwegs kassieren: Mit TAP ON MOBILE nimmt ein kompatibles Android-Smartphone oder iPhone unterstützte kontaktlose Zahlungen an. Die Lösung kommt ohne monatliche Grundgebühr aus und ist monatlich kündbar.
Regelmäßigen Kartenumsatz kalkulieren: All Card Flat verbindet ein Kartenlesegerät mit einem Festpreis für das vereinbarte Umsatzvolumen. Für Mehrumsatz entstehen weitere Gebühren; die angebotenen Laufzeiten betragen 36 oder 60 Monate.
Gerät und Kartenakzeptanz zusammenstellen: PAYONE Classic kombiniert Terminalmiete und Einrichtung mit festen Transaktionsentgelten sowie Gebühren nach Zahlungsart.
Wie gelingt der nächste Schritt zur passenden Lösung?
Eine gute Entscheidung beginnt mit drei Fragen:
Wie viel Kartenumsatz fällt auch in ruhigen Monaten an?
Welche Funktionen werden täglich gebraucht?
Wie lange darf der Vertrag binden?
Mit diesen Informationen lassen sich Angebote auf derselben Grundlage vergleichen. Vor dem Wechsel folgen die Prüfung bestehender Kündigungsfristen, die Abstimmung der Kassenanbindung und ein Test mit dem Team. Der PAYONE-Tarifrechner unterstützt die erste Kalkulation; eine persönliche Beratung klärt die Anforderungen im Detail.
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