Zahlungssysteme der Zukunft

Zahlungssysteme der Zukunft

PAYONE Händlerbefragung 2021 für Deutschland und Österreich

Vorwort

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland,
als führender Zahlungsdienstleister in Deutschland steht PAYONE Händlern und Dienstleistern seit über 30 Jahren als zuverlässiger Partner bei den Herausforderungen rund um das bargeldlose Bezahlen zur Seite, sei es im stationären Handel, mobil oder online.

Digitale Bezahlprozesse, die schnell, einfach und zuverlässig funktionieren, haben nicht erst seit Corona zunehmend Bedeutung für den Handel – ob am Point of Sale oder im E-Commerce – gewonnen. Allerdings brachte die Pandemie auch ein neues Selbstbewusstsein der Endverbraucher in Bezug auf unterschiedliche Payment-Arten hervor. Damit muss sich der Einzelhandel auseinandersetzen, sofern seine Geschäftsbeziehungen sowie die über viele Jahre aufgebaute Kundenbindung auch zukünftig auf einer erfolgreichen Basis in puncto Bedürfnisse und Wünsche rund um das Bezahlen seiner jeweiligen Klientel stehen sollen.

Bei PAYONE stehen wir traditionell in engem Austausch mit unseren Kunden. Der Dialog mit vielen von Ihnen hat uns dazu veranlasst, eine Händlerbefragung zum Thema „Zahlungssysteme der Zukunft“ durchzuführen. Im Mittelpunkt standen unter anderem Fragestellungen, wie der Handel mit digitaler Transformation, hybriden Multichannel-Strategien und mit der gleichzeitig immer schnelleren Entwicklung neuer Payment-Verfahren umgeht. Erkenntnisziel war es dabei, konkrete Umsatzpotenziale zu identifizieren und herauszufinden, ob sich bestimmte Trends im jeweiligen Zahlungsmix widerspiegeln. Befragt wurden 340 PAYONE-Händler in Deutschland, über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. Der Fokus der Erhebung lag auf dem stationären Handel.

Die Ergebnisse der Umfrage wollen wir heute mit Ihnen in dieser Studie teilen. Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Händlern, die uns durch ihre Teilnahme wertvolle Einblicke in den Umgang mit bargeldlosen Zahlungsarten gegeben haben und uns helfen, in unserer Beratung und unseren Services noch besser zu werden.

Wir wünschen Ihnen eine spannende und aufschlussreiche Lektüre.

Heike Dehm-Weinz,
Leiterin Marktbeobachtung PAYONE

Stefan Becker
,
Product Manager PAYONE

PS.: Aus den zahlreichen Rückmeldungen wissen wir: Viele der an der Umfrage beteiligten Unternehmerinnen und Unternehmer haben in diesem Zuge auch Ihr eigenes Zahlungskonzept überprüft. Wie also wird Ihr Geschäft in naher Zukunft aussehen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback zu dieser Frage. Deshalb: Senden Sie uns Ihre Meinungen und Fragen zur Studie an survey@payone.com.

Management Summary

  • Wie wichtig der Zahlungsarten-Mix für den Umsatz sein kann, wird nicht von allen Händlern erkannt. Ca. 30 % der befragten Händler messen ihm eher weniger Bedeutung bei.
  • Obwohl die Bedeutung für den Umsatz der Mehrheit klar ist, lassen viele Händler enormes Potenzial liegen. 23 % der Unternehmen schätzen, dass sie auf 1 % bis 10 % ihres Umsatzes verzichten müssen, weil nicht die passende Zahlungsart angeboten wird.
  • Bei der rasanten Entwicklung neuer Zahlungssysteme fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Trotzdem beschäftigen sich 15 % der Unternehmen „nie“ und weitere 18 % der Händler nur „einmal im Jahr oder seltener“ mit dem Thema. Fast 20 % befassen sich erst damit, wenn bereits Umsatz verloren gegangen ist. Etwas mehr als ein Drittel der Händler vertraut darauf, über die Medien informiert zu werden.
  • Während im stationären Bereich 53 % der Händler nur eine bis drei Zahlungsarten anbieten möchten, sind es beim Online-Checkout 33 % der Händler, die das genau so sehen, obwohl das Risiko des Kaufabbruchs online deutlich höher ist.
  • Was die Abwicklung der Bezahlung angeht, setzen die Händler an erster Stelle auf Zuverlässigkeit und Sicherheit. Ebenfalls wichtig sind die technische Inbetriebnahme und der bürokratische Aufwand, der mit den jeweiligen Zahlungsarten einhergeht. Vorteile für den Käufer finden dagegen nur bei 20 % der Händler Beachtung.
  • Würden Händler eine eigene Zahlungsart für ihr Geschäft selbst entwickeln, stünde der Verkäuferschutz bei 83 % der Händler an erster Stelle. Neben dem Käuferschutz und der Echtzeit-Überweisung rückt das Thema der Verwendbarkeit im Ladengeschäft sowie für Online-Bestellungen bei 48 % der Befragten in den Mittelpunkt.
  • Das Thema Digitalisierung macht auch vor dem Handel nicht halt. Auf die Frage nach den dringlichsten Prioritäten bei der Digitalisierung nannte die Mehrheit der Händler das Thema Risikomanagement an erster Stelle, gefolgt von buchhalterischem Management (Reconciliation). Die Automatisierung des Bargeldhandlings wurde von 22 % der Händler als sehr dringlich eingestuft, wohingegen die Digitalisierung der Reklamationen (Chargebacks) nur für 12 % der Händler höchste Priorität hatte.
  • Die meisten Händler wissen zu wenig über ihre Kunden. Das gilt vor allem für den stationären Bereich. 70 % der Händler wünschen sich dazu ganz grundlegende Erkenntnisse – etwa zu der Frage, wie viele verschiedene bzw. aktive Kunden tatsächlich einkaufen.
  • Heute ist Cash bei 87 % der Händler noch das beliebteste Zahlungsmittel, aber in fünf Jahren übernimmt die kontaktlose Kartenzahlung diese Spitzenposition. Smartphone-Zahlungen werden bei ca. 60 % der Händler in den nächsten fünf Jahren an Bedeutung gewinnen. Kryptowährung hat nur für einen kleinen Teil der Händler (9 %) in den kommenden fünf Jahren eine Relevanz.
  • Dass der Handel sich in den kommenden Jahren verändern wird, steht außer Frage. Während 74 % der Händler der Meinung sind, dass das stationäre Geschäft auch in mehr als 10 zehn Jahren nicht vom Online-Handel verdrängt wird, werden Kassentresen (50 %) und z. T. auch das Kassenpersonal (51 %) sich im Laufe der Jahre verändern und peu à peu verschwinden.

Zahlungssysteme der Zukunft

Zielsetzung, Vorgehensweise und Stichprobe

Zielsetzung

Im Zuge der Digitalisierung ist der Handel starken Veränderungen unterworfen. Produkte werden offline und online angeboten und immer öfter werden Multi-/ Omnichannel-Services erwartet. Dieser Trend geht auch an der Bezahlung nicht vorbei. Immer wieder kommen neue Zahlungsverfahren auf den Markt und stellen die Händler vor die Qual der Wahl.

In der vorliegenden Erhebung gehen wir folgenden Fragen nach:

  • Hat die zunehmende Anzahl von Zahlungsverfahren für das Geschäft der Händler einen positiven Effekt?
  • Wie reagieren Händler auf individuelle bzw. unterschiedliche Kundenwünsche
  • Angesichts der Fülle an Funktionen: Worauf kommt es Händlern wirklich an
  • Welche Zahlungsverfahren werden sich künftig durchsetzen?

Vorgehensweise und Stichprobe

Methode:
Online-Umfrage bei 340 PAYONE-Händlern in Deutschland.

Die Erhebung umfasst nahezu alle Handelsbranchen und Unternehmensgrößenklassen vom kleinsten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 100 Tsd. Euro bis zum internationalen Big Player mit einem Umsatz > 500 Mio. Euro. Reine Online-Händler sind in der Stichprobe unterrepräsentiert.

Zeitraum der Befragung:
16. Mai - 15. September 2021

Wissenswertes

PAYONE verarbeitet für 277.000 Kunden 5,4 Milliarden Transaktionen pro Jahr. Darüber hinaus hält das Unternehmen mit seinen rund 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an vier zahlreiche Mehrwert- Services bereit, die weit über das klassische Payment-Geschäft hinausgehen.

Rechtliche Hinweise

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung der PAYONE GmbH reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Haftungsausschluss

Die PAYONE GmbH versucht mit größtmöglicher Sorgfalt, in der vorliegenden Studie richtige, vollständige und aktualisierte Informationen zur Verfügung zu stellen. Fehler können jedoch nicht völlig ausgeschlossen werden. Die PAYONE GmbH übernimmt daher keinerlei Haftung oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Qualität und/oder Aktualität der veröffentlichten Informationen, es sei denn, die Fehler wurden vorsätzlich oder grob fahrlässig begangen. Dies betrifft sowohl materielle als auch immaterielle Schäden, die durch die Nutzung des Informationsangebots verursacht werden.