Hilfen in der Krise: Diese Initiativen und Angebote gibt es nun für Händler

Die Geschäftsschließungen angesichts der Corona-Krise dauern an. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Das stellt Händler vor die Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle und internen Strukturen anpassen zu müssen. Die gute Nachricht: Es entwickeln sich immer mehr Initiativen, die Unterstützung bieten. Ein Überblick.

Ladenschließungen und Ausgangsbeschränkungen sind notwendig und wichtig in der aktuellen Situation. Nichtsdestotrotz bedrohen sie den stationären Handel durch massive Einkommensverluste. Doch Händler bündeln nun ihre Ressourcen in regionalen und branchenübergreifenden Netzwerken – und erhalten Unterstützung von Verbänden, der Bundesregierung und Großunternehmen. Zusammen werden Lösungsansätze entwickelt, die kleinen Händlern durch diese Ausnahmesituation helfen.

Händler helfen Händlern – Initiativen und Plattformen für den Handel

Die branchenübergreifende Initiative „Händler helfen Händlern“ ist derzeit eine der größten Aktionen: Gegründet von einem Fahrradhändler in Not, baut die Pro-Bono-Initiative eine B2B-Plattform mit neuen Verkaufs- und Lieferstrukturen auf. Ziel ist es, die Umsatzeinbußen so schnell wie möglich zu kompensieren. Langfristig arbeitet die Gruppe daran, Impulse für neue Geschäftskonzepte zu schaffen. Mitmachen und sich austauschen können Händler in der LinkedIn Gruppe von Händler helfen Händlern: https://www.linkedin.com/groups/13844161/

Aber auch lokale Initiativen entwickeln sich. Sie nutzen öffentliche Stadtportale oder bündeln ihre Kräfte auf eigenen Plattformen. Fast in jeder Stadt hat sich inzwischen ein Netzwerk von Kunden und Händlern etabliert: Auf der Plattform Pay Now, Eat Later bieten die Gastronomen Hamburgs Gutscheine für ihre Restaurants, Cafés und Bars für die Zeit nach den Ausgangssperren an, um so einen Teil der Umsatzeinbußen zu kompensieren. Ähnliche Initiativen gibt es auch in weiteren Städten, beispielsweise die Plattform Helfen.berlin für Händler in der Hauptstadt. Aber auch in kleineren Städten gibt es entsprechende Angebote. Die Essener Lokalszene hat die Plattform Save your Pub ins Leben gerufen: Hier werden Prepaid-Bier und Gutscheine von Gastronomen angeboten, aber auch einen Spenden-Button können Unternehmer einrichten. Mittlerweile gibt es eine Fülle an Plattformen, die Händler nutzen können, um trotz geschlossener Ladengeschäfte Umsatz zu generieren. Einen gesammelten Überblick zu allen Angeboten gibt das Online-Magazin Zukunft des Einkaufens: https://www.zukunftdeseinkaufens.de/corona-plattformen/

Unterstützung kommt auch von Partnern und Dienstleistern. Beispielsweise unterstützen Werbeagenturen mit kostenloser Werbeschaltung und eBay senkt die Auflagen für seine Online-Händler. Auch wir wollen betroffenen Händlern helfen und sind deshalb Teil der Initiative „stayopen“. Damit kleine Ladenbesitzer den wirtschaftlichen Schaden kompensieren können, ermöglichen wir im Rahmen der Initiative die kostenlose Erstellung eines eigenen Onlineshops. Ohne Bürokratie oder Verträge. Der Service bleibt bis mindestens Ende Juni kostenlos. Auch darüber hinaus, sollten die Ladenschließungen anhalten: https://www.payone.com/payment-loesung/komplettpakete/one-stop-shop/

Finanzhilfen und arbeitsrechtliche Anpassungen

Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen mit öffentlichen finanziellen Mitteln. Dafür werden betroffenen Unternehmen Milliarden-Hilfspakete und Sonderprogramme, unter anderem in Form von Soforthilfen, Grundsicherung und Krediten, zur Verfügung gestellt.

Auch Anpassungen beim Arbeitsrecht sollen unterstützen: Geraten Unternehmen und Selbständige durch die Corona-Krise in Not, stehen ihnen Erleichterungen beim Arbeitsrecht zur Verfügung.

Weiterführende Links:

Tagesaktuelle Informationen und verlässliche Antworten zur Corona-Krise gibt es auch auf der Sonderseite des Bundesministeriums für Gesundheit: www.zusammengegencorona.de/ , der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/ sowie auf der Informationsseite des Robert Koch Instituts: https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html. Wie Unternehmen ihre Kunden, Partner und Mitarbeiter nun am besten schützen, darüber informiert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Biostoffe/Coronavirus.html.
Auch die Bundes- und Landesverbände der Branchen, wie der DEHOGA für die Gastronomie oder der Handelsverband Deutschland HDE, unterstützen, indem sie tagesaktuell Informationen und Tipps zu möglichen offiziellen Hilfen und Unterstützungen auf ihren Internetpräsenzen veröffentlichen. Der Bundesverband für den Mittelstand bietet beispielsweise eine umfangreiche Download-Sammlung für Anträge, Formulare und Bescheinigungen, mit denen Selbständige und Unternehmer während der Corona-Krise Unterstützung beantragen können: https://www.bvmw.de/themen/coronavirus/.