• Schnäppchenjäger sorgten am Black Friday für Kaufrausch
  • Bayern top im Online-Shopping; POS-Ausgaben zwischen Düsseldorf und Osnabrück am höchsten
  • Mehr Frauen gehen im Weihnachtsgeschäft online auf Shoppingtour – Geld sitzt bei Männern aber lockerer

Kiel, 4. Dezember 2017 – Der Black Friday mausert sich zu dem Shopping-Ereignis des Jahres. Allein am diesem 24. November füllten die Deutschen Ihre Warenkörbe in Online-Shops und Geschäften mit einem Wert von rund 1,5 Milliarden Euro – das macht ein sattes Plus von 32,1 Prozent im Vergleich zum starken Vorjahr (2015 zu 2016 11-prozentige Steigerung). Online generiert inzwischen kein anderer Tag im Jahr mehr Umsatz (448,6 Millionen Euro). Das zeigt die aktuelle Studie von BS PAYONE und Statista rund ums Shopping zur Weihnachtszeit. Die Auswertung von Marktstudien von HDE und GfK ermöglicht BS PAYONE zudem aussagekräftige Prognosen. Diese bringen frohe Kunde: Der Handel darf sich im Weihnachtgeschäft mit einem prognostizierten Umsatz von rund 57 Milliarden Euro (+ 2,6 Prozent) über Rekordumsätze freuen.

Das große „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ an der Ladentür steht noch bevor

Im stationären Handel deutet dagegen alles auf den 16. Dezember als größten Umsatzbringer hin, also dem vorletzten Samstag vor Weihnachten. Aber auch die letzten Woche vor dem Heiligen Abend, vom 18. bis 22. Dezember, dürften die Geschäfte an die Grenzen ihrer Kapazitäten bringen. Am Samstag den 23. noch die Zutaten fürs Weihnachtsmenü zu besorgen, war zwar noch nie eine gute Idee, doch seit langem lag der Tag vor Heilig Abend nicht mehr auf einem Samstag. Dadurch wird der Ansturm auf die Supermärkte gewaltiger denn je ausfallen.

2017, Kinder, wird’s was geben

Die Deutschen werden laut BS PAYONE Prognosen1 rund um Weihnachten wieder Rekorde brechen: Der Umsatz im stationären Handel legt mit 42,86 Milliarden Euro spürbar zu (+ 3,7 Prozent), im E-Commerce hält er mit 14,19 Milliarden1 Euro knapp das Niveau des Vorjahrs (-0,8 Prozent). Der durchschnittliche Einkaufwert steigt dabei online von 68,22 auf 70,35 Euro. Auffällig dabei: Der Anteil an Frauen beim Online-Shopping ist mit 58,5 Prozent zwar signifikant höher (Männer 41,5 Prozent), dafür geben Männer pro Einkauf deutlich mehr aus. Während die durchschnittliche Rechnungssumme beim starken Geschlecht immerhin 78,42 Euro beträgt, zeigt sich die Weiblichkeit mit 64,63 Euro genügsamer. Interessant auch die regionalen Unterschiede: Die Bayern aus dem Postleitzahlengebiet „8“ lassen sich nicht lumpen und füllen Ihre digitalen Warenkörbe in der Weihnachtszeit pro Einkauf im Schnitt mit Produkten im Wert von 85,64 Euro. Die wahren „Schwaben“ sind dagegen die Sachsen, Sachsen-Anhaltiner und Thüringer aus dem Postleitzahlengebiet „0“ mit lediglich 63,44 Euro1 pro Online-Einkauf. Ein anderes Bild zeigt sich im stationären Handel: Hier entpuppen sich die Menschen zwischen Osnabrück und Düsseldorf (Postleitzahlengebiet „4“) als besonders kauffreudig (durchschnittlich 63,39 Euro pro Kauf) und verdrängen das Postleitzahlengebiet „6“ (57,92 Euro) auf den zweiten Platz. Den hinteren Rang belegen wie schon 2016 die Bewohner des Postleitzahlengebiets „0“ mit 44,78 Euro pro Einkauf, also Sachsen und Teile Thüringens und Sachen-Anhalts.

Macht auf die Wallets

Warum kompliziert statt komfortabel? Das denken offenbar viele Online-Shopper und zahlen bevorzugt mit Wallets. 35,64 Prozent des Umsatzes im Weihnachtsgeschäft und damit 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr begleichen fällige Beträge per PayPal, paydirekt & Co. Mit großem Abstand folgt die Kreditkarte mit 17 Prozent (-0,9 Prozent). Genau wie diese verlieren auch andere „klassische“ Zahlungsmittel im E-Commerce langsam aber sicher an Bedeutung. Per Rechnung zahlen nur noch 6,6 Prozent (-0,5 Prozent) und die kundenunfreundliche Vorkasse nutzen noch 3 Prozent (+0,7 Prozent). Online-Überweisungsdienste wie Sofort-Überweisung kommen mit 4 Prozent (-0,4 Prozent) ebenfalls selten zum Einsatz. Für die teure Nachnahme an der Haustür zahlt statistisch sogar niemand mehr. Anders die Lage im stationären Handel: Während die Girocard auf hohem Niveau stagniert (von 77,9 auf 75 Prozent), können in diesem die Kreditkarten, allen voran VISA (12,5 Prozent), von 22,1 auf 25 Prozent leicht zulegen.

Retouren für Käufe zwischen den Jahren am höchsten

Erstmals untersuchten BS PAYONE und Statista rückblickend auch die Retourenquote im Online-Handel im Weihnachtsgeschäft 2016 – und entdeckten Erstaunliches. Vor allem Produkte, die zwischen dem 27. und 29. Dezember erworben wurden, schickten Kunden auffällig oft zurück zum Online-Händler – im Schnitt mehr als ein Drittel (36 Prozent). Im Durchschnitt geschieht das nur bei knapp über 10 Prozent aller Käufe. Auch am 18. Dezember gekaufte Ware wird auffällig oft retourniert (29,1 Prozent). Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Kurzschlusskäufe kurz vor Weihnachten? Oder Gutscheine und Bargeld unter‘m Weihnachtsbaum, die unüberlegt ausgegeben wurden? „Das ist ein spannendes Thema für die BS PAYONE Weihnachtsstudie 2018“, so John Alexander Rehmann, Head of Marketing & Communication bei BS PAYONE. „Wir freuen uns, dass unsere Studie alljährlich Rekordumsätze zutage fördert. Das zeigt, dass der Handel die Chance immer besser nutzt, um Verbraucher im Weihnachtsgeschäft in seine Läden zu locken – egal ob online oder am POS.“

1 Basis der Prognosen sind aktuell von BS PAYONE erhobene Daten, hochgerechnet auf den Gesamtmarkt entsprechend HDE-Prognose

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