• Umfassende Payment-Studie von BS PAYONE und Statista ermöglicht valide Einblicke über das Kaufverhalten der Deutschen im Online- und Offline-Handel
  • Weihnachtszeit-Umsätze legen 2017 abermals zu – vor allem im stationären Handel
  • Der Süden hängt den Rest der Republik im Online-Shopping ab / Westfalen schlagen im stationären Handel besonders zu
  • Wallets die neue Nummer Eins bei den beliebtesten Zahlungsarten im E-Commerce / Im stationären Handel weiterhin die girocard vorn

Kiel, 18. Januar 2018 – Der Handel jubelt, denn das Weihnachtsgeschäft 2017 hat Rekordzahlen geschrieben: Wie von BS PAYONE prognostiziert, zeigten sich die Deutschen erneut großzügig und gaben mit insgesamt 57,05 Mrd. Euro so viel wie noch nie für Geschenke aus. Im Vergleich zum ebenfalls sehr starken Jahr 2016 (55,62 Mrd. Euro) stiegen die Umsätze um 2,6 Prozent. Diese und noch viele weitere spannende Zahlen beinhaltet die neue Studie „Shopping und Payment im Weihnachtsgeschäft 2017“ von BS PAYONE und Statista. Die von den zwei führenden Unternehmen in den Bereichen Payment und Marktforschung durchgeführte Studie basiert auf anonymisierten Transaktionsdaten. Damit hebt sie sich von anderen Studien deutlich ab und ermöglicht damit einen Vergleich zwischen stationärem Handel und E-Commerce.

Weihnachtsgeschäft wächst und wächst und wächst

Die Umsätze im Weihnachtsgeschäft stiegen sowohl im stationären als auch im Online-Handel. Von den 57,05 Mrd. Euro gaben die Deutschen 42,86 Mrd. Euro im stationären Einzelhandel und 14,19 Mrd. Euro in Online-Shops aus. Zum Vergleich: 2011 betrug der Weihnachtsumsatz gerade einmal 30,58 Mrd. Euro (46 Prozent weniger bzw. plus 87 Prozent), seitdem steigen die Zahlen Jahr für Jahr. Die Gesamtjahresumsätze sind dagegen in diesem Zeitraum weniger gewachsen (2011: 210,47 Mrd. Euro; 2017 227,30 Mrd. Euro = plus 8 Prozent).

Einzelhandel legt zu, E-Commerce stagniert

Erstaunlich: Nicht der Online-Handel hat vom guten Weihnachtsgeschäft besonders profitiert, sondern die Ladengeschäfte: Hier ließen die Käufer 2017 knapp 4 Prozent mehr Geld im Vergleich zum Vorjahr (2016: 41,32 Mrd. Euro; 2017: 42,86 Mrd. Euro), während die E-Commerce-Umsätze sogar um rund 1 Prozent unter dem Vorjahr liegen (2016: 14,3 Mrd. Euro; 2017: 14,19 Mrd. Euro). Damit erwirtschafteten die Online-Shops ziemlich genau ein Viertel (25,1 Prozent) des Gesamtumsatzes im Weihnachtsgeschäft.

Black Friday festigt Position als wichtigster Online-Shopping-Tag

Besonders am Black Friday füllten die Deutschen Ihre Warenkörbe, sowohl online als auch am POS. Allein an diesem 24. November stürmten sie die Shops und sorgten für einen Rekordumsatz von rund 1,5 Mrd. Euro – das entspricht einem satten Umsatzplus von mehr als 32,1 Prozent im Vergleich zum bereits starken Vorjahr. Der Black Friday festigt damit seine Position als wichtigster Tag des Jahres für Schnäppchenjäger und Online-Shops. Der zweite große Schnäppchen-Tag Cyber-Monday, der 2017 auf den 27. November fiel, generierte einen Umsatz von 0,95 Mrd. Euro, und hält damit das Niveau des Vorjahres (minus 1 Prozent). Der Trend geht dabei an beiden Tagen zu mehr Transaktionen mit weniger hohen Beträgen pro Kauf. Mit einem durchschnittlichen Warenkorbwert von 88,09 Euro lagen die Einkaufswerte abermals unter denen des Vorjahres (97,47 Euro). Im Einzelhandel klingelten vor allem am 16. Dezember die Kassen: Mit 1,42 Mrd. Euro war dieser Samstag der umsatzstärkste Tag des Jahres.

Zahlungsarten E-Commerce: Wallets erobern Spitzenposition

Für Online-Shopper zählte im Weihnachtseinkauf vor allem Komfort: Dementsprechend haben Wallets wie PayPal, paydirekt & Co. die Lastschrift von der Spitzenposition als beliebtestes Zahlungsmittel verdrängt. 36,9 Prozent zahlten ihre Weihnachtseinkäufe per Wallet (plus 4,8 Prozentpunkte) und 28,6 % per Lastschrift (minus 4,2 Prozentpunkte). 17,1 Prozent wickelten die Käufe per Kreditkarte ab (minus 0,8 Prozent). Auffällig dabei: Der Wert der Warenkörbe 2017 fiel bei den beliebtesten Zahlungsmitteln mit rund 16,91 Euro (Lastschrift) und 61,47 Euro (Wallets) vergleichsweise gering aus. Die Durchschnittswerte bei den „klassischen“ Zahlungsarten Vorkasse (177,73 Euro) und Rechnung (141,53 Euro) lagen deutlich darüber. Im stationären Handel dominierte wie schon 2016 die girocard mit einem Anteil von 75,1 Prozent vor den Kreditkarten Visa (12,2 Prozent) und MasterCard (10,2 Prozent) Damit haben die Kreditkarten spürbar aufgeholt. Während 2016 Ihr Anteil kumuliert 19,8 Prozent betrug, ist dieser Wert 2017 um 2,6 Prozentpunkte auf 22,4 Prozent gestiegen. Gleichzeitig verlor die girocard 2,8 Prozentpunkte (2016: 77,9 Prozent). Darüber hinaus lag der durchschnittliche Einkaufswert bei Visa (65,15 Euro) und MasterCard (77,62 Euro) im Vergleich zur girocard (49,47 Euro) deutlich höher.

Süd-Nord-Gefälle bei den Ausgaben

Die BS PAYONE-Studie bestätigt den Trend, dass vor allem die Schwaben, Pfälzer und Bayern (PLZ-Gebiete 6,7,8 und 9) viel unter den Weihnachtsbaum legen. Spitzenreiter beim durchschnittlichen Online-Einkaufswert waren dabei die Bayern (PLZ-Gebiet 8). Im stationären Handel öffneten die Westfalen und Ruhrpottler (PLZ-Gebiet 4) ihre Geldbörsen am weitesten. Am wenigsten Geld gaben dagegen die Bewohner aus Gebieten mit der Postleitzahl 0 für Geschenke aus – und das sowohl on- als auch offline.

„Unsere jährliche Studie ermöglicht detaillierte und verbindliche Einblicke rund um das Kaufverhalten der Deutschen im Weihnachtsgeschäft 2017“, so John Alexander Rehmann, Head of Marketing & Communication bei BS PAYONE. „Im Speziellen der Vergleich von E-Commerce und stationärem Handel ermöglicht informative Einsichten. Die starke Dynamik bei Zahlungsmitteln, vor allem im Online-Handel, lässt sich sehr gut beobachten. Erstaunt hat uns aber vor allem, dass der Online-Handel zum ersten Mal seit Jahren ein kleines Minus verbucht hat. Wir sind gespannt, wie sich die Zahlen weiterentwickeln.“

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